Wie angelt man sich einen Dom?

Hast du erst einmal festgestellt, dass du zur Spezies der Subs gehörst, wirst du deine neuentdeckte Neigung früher oder später in die Tat umsetzen wollen. Vielleicht möchtest du erst ein bisschen testen, ausprobieren, experimentieren, bis du herausgefunden hast, was du wirklich möchtest und wie devot und/oder masochistisch du tatsächlich bist. Vielleicht suchst du aber auch gleich nach einem Menschen, (zu) dem du gehören möchtest. Aber - woher nehmen und nicht stehlen?

Orte, an denen Doms gesichtet worden sind

  1. In Chats
  2. In Kontaktanzeigen
  3. Auf Stammtischen
  4. Auf Parties

Chats

Die meisten SM-Portale (siehe Verzeichnis) bieten Chats an. Hier kann man sich unverbindlich unterhalten und ein bisschen flirten, ohne gleich allzu viel von sich preisgeben zu müssen. Chats unterscheiden sich grundsätzlich voneinander: Die einen sind eher Bagger-Chats, in denen man auf Fakes und pubertierende Jünglinge trifft - hier kann man seine Schlagfertigkeit üben, aber zu mehr sind diese Chats nicht nutze.

Die anderen, die man in den Portalen findet, sind persönlicher, intimer, und oft kennen sich viele der Chatter persönlich. Der Nachteil ist, dass man einige Zeit braucht, um als "Neuer" wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Das liegt aber sehr an einem selbst - Doms, die gnaden- und sinnlos anbaggern, werden bald ignoriert; Subs, die allzu sehr auftrumpfen und durchblicken lassen, dass sie unbedingt verhauen werden wollen, werden nicht ernst genommen. In diesen Chats steht erst der Mensch und dann die Neigung im Mittelpunkt - dass man suchen oder gefunden werden will, wird stillschweigend vorausgesetzt, sofern man in nicht festen Händen ist. Der Vorteil liegt darin, dass man von anderen Subs leicht erfahren kann, ob dieser oder jener Dom hält, was er verspricht, und auf Chattertreffen oder anderen Zusammenkünften kann man seinen Auserwählten auf neutralem Boden und unter dem Schutz der Gemeinschaft kennen lernen. Hat man einige Zeit miteinander gechattet, kann man für intimere Gespräche auf das Chatprogramm ICQ ausweichen. (siehe auch Chatiquette)


Kontaktanzeigen

Manche Portale bieten auch Kontaktanzeigen an. Hier kann man sich als Suchender eintragen, indem man sich und seine Neigung beschreibt, oder man liest selbst in den Anzeigen. Möchte man auf eine Anzeige antworten, schreibt man eine Email, die bei manchen Partnervermittlungen zur Sicherheit erst an das Portal geschickt und erst dann an den Empfänger weitergeleitet wird.

Der Vorteil einer Kontaktanzeige liegt darin, dass man nicht lange um den heißen Brei herumreden muss - allein durch die Aufgabe oder Beantwortung einer Anzeige ist klar, dass man zum Spielen oder mehr bereit ist. (FemDoms legen bei "Bewerbungsschreiben" männlicher Subs gesteigerten Wert auf eine höfliche Anrede. "Werte Dame, gestatten Sie, dass ich mich Ihnen vorstelle: Ich bin Paul und bitte darum, von Ihnen erzogen zu werden" ist besser als "Tach, ich bin Paul. Was bietest du denn so?")
Durch näheren Kontakt per Email oder ICQ kann man sich austauschen, ob die Wünsche und Neigungen tatsächlich übereinstimmen. Der Nachteil liegt sicher darin, dass, im Gegenteil zu einem Chat, vermutlich niemand aus dem SM-Bekanntenkreis den anderen persönlich kennt - jede angebotene Referenz kann ein Betrug sein, und man geht ein Risiko ein, wenn man nicht zufällig gemeinsame Bekannte hat, die bereitwillig Auskunft geben sollten. Für den unerfahrenen Anfänger eher gefährlich, da er leichter zu Dingen zu überreden ist, von denen ihm in einer erfahrenen Gemeinschaft abgeraten werden würde!


Stammtische

Gerade weibliche Subs müssen ihren ganzen Mut zusammennehmen, um allein in die "SM-Öffentlichkeit" zu treten. Es ist leichter, man trifft sich erst einmal mit einer anderen Frau zum Kaffee und geht dann gemeinsam zum Stammtisch. Aber auch submissive Männer müssen sich überwinden, um den Schritt in die Öffentlichkeit zu tun, um sich als passiver SMler zu outen.
Stammtische treffen sich meist in einer normalen Kneipe oder einem Restaurant, die Teilnehmerzahl ist unterschiedlich. Dabei spricht man über Gott und die Welt, aber auch über SM. Der große Vorteil an einem Stammtisch ist - man lernt gleich reale Menschen kennen. Von Stammtischen aus werden oft Fahrten zu Partys oder anderen Events arrangiert, und man wird auf diese Weise leicht in die Gemeinschaft aufgenommen.


Parties

Auch zu einer Party wird man bzw. frau kaum allein gehen wollen - die Hemmschwelle ist zu groß. Während ein Stammtisch noch im Licht der Öffentlichkeit stattfindet, begibt man sich auf einer Party gleich auf die "dunkle Seite". Man hört, dass dort alle im Outfit herumlaufen, manche auch im Bondageseil oder nackt, und dass in den Spielräumen gespielt wird. Man traut sich nicht so recht, sich in Lack, Leder oder Latex zu werfen, und man zögert, Leuten beim Spielen zuzusehen. Aber das ist halb so wild: Zum einen tut es schwarze oder fantasievolle Kleidung auch, nur wenige Partys haben einen so strengen Dresscode (= Kleidervorschrift), der die Teilnehmer zum Tragen bestimmter Kleidung zwingt. Nur auf Jeans und Turnschuhe sollte man möglichst verzichten.
Zum anderen sind die Spielräume in den meisten Locations so abgetrennt, dass man nicht gezwungen wird, zuzusehen - man kann sich durchaus den ganzen Abend an der Theke aufhalten und von Peitschen und dergleichen nichts zu sehen bekommen. Jedoch gibt es einen guten Grund, warum die Leute in der Öffentlichkeit spielen - sie wollen, dass man ihnen zusieht. Sie wollen ihre nackten Körper und ihre Fertigkeiten mit der Peitsche zeigen, und es macht sie scharf, wenn sie dabei beobachtet werden. Daher muss man sich auch nicht schämen, wenn man hinguckt. Viele Leute gucken gern zu und genießen, was sie sehen. Das ist keine Schande, es gehört dazu. Aber du musst nicht, niemand kann und wird dich zwingen. (siehe auch Let's go party)

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